Die giftigste Pflanze Tirols

Sie heißt „Blauer Eisenhut“ (lat. Aconitum napellus), weil ihre Blüten an einen Eisenhelm erinnern. Und sie lockt in diesen Tagen nicht nur Insekt, sondern auch unseren Blick mit der mystisch violetten Farbe an. Ihre Blätter haben eine typische Form von Hahnenfußgewächsen.

Obwohl der Blaue Eisenhut eine traditionelle Arzneipflanze ist, wird sie gar nicht gesammelt. Alle ihre Teile sind stark giftig. Der lateinische Name dieser Pflanze wird von dem Giftstoff Aconitin abgeleitet. Um eine fatale Nachwirkung zu sorgen, reicht es nur 4 mg davon, was ungefähr 2 g der Wurzel entspricht.

Früher wurde dieser Pflanze tatsächlich als beliebter Gift verwendet. Wenn sie in geringer Menge genommen wurde, diente sie den Jägern und Fischern in der Nacht besser zu sehen, denn sie Augenpupille verbreitete. Diesen Effekt nutzten auch Damen vor ihrem Photographieren aus. Sie meinten, dass sie mit großen Augen schöner aussehen.

Heutzutage wird der Blaue Eisenhut gelegentlich als eine Zierpflanze verwendet. Selten wird er als ein therapeutisches Mittel eingesetzt. Meistens in der Homöopathie, aber nur in verdünnten Zubereitungen gegen Nervenschmerz. In der traditionellen chinesischen Medizin werden Zubereitungen aus verschiedenen Eisenhut-Arten zur verschiedenen Behandlung.

Diese Pflanze gehört ohne Zweifeln zu den schönsten Hahnenfußgewächsen. Falls es Sie einfällt sie mit nach Hause in die Vase zu nehmen, waschen Sie lieber gleich Ihre Hände ab. Der Alkaloid Aconitin mit der Jause gegessen könnte zu Erbrechen, Schwindel, Muskelkrämpfe, Hypothermie, Bradykardie, Herzrhythmusstörungen und zentrale Atemlähmung führen.

 

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