Hier ist meine Grenze – Ysop

Hyssopus officinalis (lat.) gelangte nach Europa aus dem Mittelmeerraum. Er mag sonnige, warme und trockene Standorte, aber als Kraut ist relativ anspruchslos und wird heutzutage häufig in Gärtchen als ein Heckenzaun ausgesetzt. Seinen intensiven, an Kampfer erinnernden, würzig riechenden und bitterlich schmeckenden Duft mögen viele Schädlinge nicht.

Die Pflanze, die auch als Bienenkraut oder Eisenkraut bezeichnet wird, erlebt in den letzten Jahren eine Renaissance als Würz- und Heilkraut. Sie wurde schon in Frühmittelalter als eine wertvolle Heilpflanze bekannt, in der Küche war sie als ein vorzügiges Gewürz für Gemüse oder Fleisch sehr beliebt.

Ysop gehört zu den gesündesten Kräutern überhaupt. Er gilt als wirksam bei vielerlei Beschwerden und soll zum Beispiel appetitanregend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend und blutreinigend wirken. Besonders gut ist gegen Erkältungsbeschwerden, vor allem gegen Husten. Wo uns schon kein anderes Mittel gegen Atemwege-Entzündung hilft, der Ysop macht es.

Er ist als Tee, Sirup oder Wein zu verwenden. Äußerlich wird er für seine Desinfektion- und antibiotische Eigenschaften bei Hautentzündungsbeschwerden – so wie z.B. Akne, oder bei Halsentzündung zum Gurgeln benutzt. Innerlich trinkt man 1-2 Eßlöffel des Sirups oder 100 ml Weins am Tag zur Verstärkung des ganzen Organismus und Immunsystems.

In der Aromatherapie wird er zu einer geistlichen Reinigung eingesetzt. Das ätherische Ysop Öl ist klärend, konzentrationsfördernd, reinigend und erfrischend. Er „öffnet“ unser Brustkorb und verstärkt die physische, so wie auch die psychische Yang Energie der Lungen.

Er schützt vor äußerer Beeinflussung und damit verstärkt unsere Grenze. Das Ysop Öl ist hilfreich bei Personen, die den verschiedenen Launen und Emotionen der anderen unterstehen und unter der äußerlichen Spannung leiden.

Aber auch der Ysop hat seine Grenze! Er soll nicht während der Schwangerschaft oder bei Bluthochdruck verwendet. Vor

Kindern lieber freihalten! Das ätherische Ysopöl so wie auch das Kraut kann in hohen Dosierungen toxisch wirken.

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